Oberstufe
In der Sekundarstufe II (Oberstufe) werden diese
Kompetenzen systematisch vertieft und ausgebaut. Dabei sind folgende Kursthemen
verbindlich (Lehrplan, Sek. II, S. 42 f.):
- 11.1 - Literarische Motive im Wandel: Im ersten Halbjahr des 11.
Jahrgangs wird erarbeitet, wie ein literarisches Motiv in verschiedenen
Gattungen und Medien zu unterschiedlichen Zeiten gestaltet wird. Literarisches
Verstehen wird am Beispiel der Methode des werkimmanenten Interpretierens und
kontrastiver Methoden grundsätzlich reflektiert und geübt.
- 11.2 - Eine Epoche in ihrer Eigenart: Im zweiten Halbjahr des 11.
Jahrgangs wird eine Epoche mit all ihren Bestimmungsfaktoren erarbeitet.
Historische, literatursoziologische, literarische, literaturtheoretische, ästhetische
Zeugnisse einer ausgewählten Epoche bilden den Schwerpunkt der Arbeit. Neben
der Leistung der werkimmanenten Methode wird die erschließende Leistung anderer
methodischer Zugriffe wichtig (biographische, literatursoziologische,
rezeptionsästhetische Methode).
- 12.1 - Epochenwandel und Epochenkontraste: Im ersten Halbjahr des
12. Jahrgangs werden Epochenwandel, Zeitenwende und Kontrast zum
erkenntnisleitenden Ansatz der Betrachtung von Sprache, Literatur und Medien.
Das literaturtheoretische und sprachlich-ästhetische Selbstverständnis der
Autoren zeigt im Vergleich Kontinuität und Wandel.
- 12.2 - Wirklichkeit im Medium von Sprache und Literatur: Im zweiten
Halbjahr des 12. Jahrgangs soll der Frage nach dem Bezug der Literatur zur
Wirklichkeit besonders in Werken des 19. und 20. Jahrhunderts nachgegangen
werden. Dadurch entsteht ein thematischer Rahmen, innerhalb dessen sich grundsätzliche
systematische Fragestellungen kommunikationstheoretischer und
sprachphilosophischer Art ergeben. Sie werden einbezogen in die Thematisierung
des Verhältnisses von Literatur, Sprache und Denken ebenso wie in die
Thematisierung der Wirkung von Medien in der Informationsgesellschaft. Die Schüler
erlangen so Einsicht in grundlegende Leistungen des sprachlichen Handelns und
Gestaltens und in deren Möglichkeiten und Grenzen (Formen des Realismus,
Naturalismus, Funktion der Sprache und der Medien).
- 13.1 - Die literarische Moderne zwischen Tradition und Postmoderne:
Im ersten Halbjahr des 13. Jahrgangs wird die Vielfalt der modernen Literatur
den Schülern insbesondere an Werken der klassischen Moderne vermittelt. Als
Leitfaden dient dabei der Aspekt von Traditionsbruch und -zusammenhang. Die
Einsicht in die Kontinuität und den Wandel literarischer Inhalte, Aussagen und
Formen und der Sprache eröffnet vielfältige Perspektiven des Lebensverständnisses
und der Lebensgestaltung.
- 13.2 - Produktion, Rezeption und Wertung von Literatur: Im zweiten
Halbjahr des 13. Jahrgangs wird der Frage nach Produktion, Rezeption und
Wertung von Literatur in der Gegenwart, auch im Vergleich mit anderen Zeiten,
nachgegangen. Grundlegende, komplexe Fragen des Literaturschaffens, des
Literaturbetriebs, der Medien werden exemplarisch erarbeitet (Funktion von
Sprache, Literatur und Medien).
Letzte Aenderung: 22. Februar 2009, 20:56:27 Hauke Ziehm