Profiloberstufe

 

Nachdem 1972 das allgemeine Kurssystem, das dem Schüler eine Spezialisierung und größere Wahlmöglichkeiten bieten sollte, für die deutsche gymnasiale Oberstufe eingeführt wurde, versuchte man dieses System durch verschiedene Veränderungen zu optimieren. Die letzte Entwicklung ist die Profiloberstufe.

In Hamburg wurde an der Max-Brauer-Schule die Profiloberstufe von 1993 bis 1999 getestet und für gut befunden. In den letzten Jahren führte man eine flächendeckende Profiloberstufe ein. So wurde die Profiloberstufe zunächst im Schuljahr 2004/05 in Bremen und Nordrhein-Westfalen und  im Schuljahr 2006/07 in Niedersachsen. Bei uns in Schleswig-Holstein trat die Profiloberstufe 2008/09 und bei unseren Nachbarn Hamburg in diesem laufenden Schuljahr in Kraft.

Der elfte Jahrgang wird im System der Profiloberstufe als „Einführungsphase", der zwölfte und dreizehnte Jahrgang werden als „Qualifikationsphase" angesehen. Doch bereits vor der Einführungsphase müssen sich die Schüler bereits für ein Profil entscheiden. Am Gymnasium Neustadt werden ein sprachliches Profil  und ein naturwissenschaftliches Profil angeboten. Um allerdings das sprachliche Profil wählen zu können, muss man auch eine dritte Fremdsprache belegen, wodurch die Wahl des Profils bereits mit dem Einzug in die achte Klassenstufe eingeschränkt werden kann.

Die Kernfächer Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache muss jeder Schüler unabhängig vom Profil belegen. Zusätzlich gibt es profilergänzende Fächer in den jeweiligen Profilen - im naturwissenschaftlichen Profil die Naturwissenschaften, im sprachlichen Profil die Sprachen. Weiterhin wird die gesamte Oberstufe durch 34 Wochenstunden unterrichtet, dies immer im Klassenverband.

Im Abitur müssen die Schüler in zwei Kernfächern und dem profilgebenden Fach das schriftliche Abitur, das in diesem Fall als Zentralabitur angeboten wird, meistern, das dritte Kernfach darf kein Prüfungsfach sein. Zusammen mit den beiden weiteren (insgesamt also fünf Prüfungsfächer) vom Schüler wählbaren Prüfungsfächern müssen die drei Prüfungsbereiche „Naturwissenschaften", „Sprachen" und „Gesellschaftswissenschaften" abgedeckt werden. Die drei schriftlichen Prüfungen und die mündliche Prüfung zählen weiterhin zu 1/3 in die Endnote ein. Alle ins Abitur mit eingebrachten Ergebnisse aus der Qualifikationsphase werden gleich gewertet.

Letzte Aenderung: 13. März 2010, 22:13:07 Peter Schlieper