Über die im Unterricht lehrplangemäß zu vermittelnde Sachkompetenz hinaus ist es unser Ziel, dass die Schüler Sozialkompetenz und Entscheidungskompetenz für die Lebensgestaltung erlangen. Dies beginnt schon in der Orientierungsstufe, z.B. mit dem Lions-Quest-Programm:
„Erwachsen werden"
Die Vermittlung dieser sozialen Kompetenzen ist das wirkungsvollste Instrument zur Verminderung jugendlichen Problem-verhaltens. Sie wird gegen Versagen in der Schule, Jugendkriminalität, Gewaltbereitschaft und Missbrauch von Suchtmitteln eingesetzt. Unser Sponsor, der Lions-Club „Neustadt in Holstein", gibt Zuschüsse zu den Unterrichtsmaterialien und macht es möglich, dass neue Lehrer geschult werden.
In der 7. und 8. Klasse sind zwei Schwerpunkte die Themen "Gewalt" und "Drogen". Neben der Behandlung im Unterricht können hier Fachtage, Vorträge und ähnliches stattfinden.
Es wird angestrebt, Schülerinnen und Schülern möglichst frühzeitig über Ausbildungsmöglichkeiten und über Chancen im Berufsleben zu informieren.
Schon jetzt findet in der 9. Klasse ein Projekt statt: Die Schülerinnen und Schüler besuchen das Berufs-Informationszentrum (BIZ). Sie erhalten Informationen zur Berufsfindung und zum Bewerbungstraining, z.B. von Sachbearbeitern der AOK.
Weiterhin wird in der 9. Klasse ein 5-tägiges Berufspraktikum in Wirtschaftsbetrieben oder in der Verwaltung angestrebt, das im Unterricht begleitend aufgearbeitet wird. Ein nochmaliger Besuch des Berufs-Informationszentrums soll weitere Informa-tionen zur Berufswahl und zu Studienmöglichkeiten liefern. Beides soll Schülerinnen und Schülern die Entscheidung erleichtern, eventuell schon nach der 9. Klasse die Schule zu beenden.
Im 11. Jahrgang findet ein Fachhochschultag statt. Dort werden Informationen durch Hochschulangehörige zu den Anforde-rungen und Möglichkeiten im Studium gegeben.
Im 12. Jahrgang wird ein ein- bis zweiwöchiges Wirtschaftspraktikum realisiert. Geplant ist außerdem ein Hochschultag mit Exkursion zu einer Universität.
Um weitere Möglichkeiten zur Berufsfindung zu eröffnen, ist geplant, eine Koordinierungsgruppe aus Eltern, Schülern und Lehrern zu gründen, die von einem Lehrer geleitet werden sollte. Diese könnte neben externen Besuchen z.B. an Fachhoch-schultagen folgende Aktivitäten entfalten:
Professoren und Studenten liefern einen vertieften und intensiven Einblick sowohl in technische als auch in geisteswissenschaftliche und pädagogische Studiengänge. Dafür kämen z.B. folgende Hochschulen in Frage: Uni Hamburg, Uni Kiel, Fachhochschule Lübeck, Pädagogische Hochschule Flensburg.
Die Ehemaligen könnten den Schülerinnen und Schülern in sehr persönlicher Weise ihre Erfahrungen nahe bringen, unabhängig davon, ob sie ihr ursprüngliches Ausbildungsziel beibehalten oder gewechselt haben.
Sie könnten die Schülerinnen und Schülern darüber informieren, welche aktuellen Qualifikationen im wirtschaftlichen Bereich benötigt werden (z.B. Teamfähigkeit, soziale Kompetenz etc.).