Q 1.2 b in Dublin

Heute ist schlecht – Irland ist bes­ser. Unter die­sem Motto trat die Q 1.2b vom 30.06.15 bis 06.07.15 zusam­men mit Frau Howe und Frau Huths­feldt die Kurs­fahrt in die iri­sche Haupt­stadt Dub­lin an. Nach der Ankunft gegen 12:30 Uhr bei son­ni­gen und ange­neh­men 25 Grad musste das Bezie­hen der Zim­mer noch war­ten, sodass eine drei­stün­dige Stadt­füh­rung der Start­schuss für eine auf­re­gende und abwechs­lungs­rei­che Woche war. Erste stu­den­ti­sche Luft konnte am Tri­nity Col­lege geschnup­pert wer­den, um danach das noch immer far­ben­frohe und glanz­volle „Book of Kells“ bewun­dern zu kön­nen. Anschlie­ßend wurde die­ser Exkurs in die kel­ti­sche Geschichte Irlands mit einem kul­tu­rel­len Genuss im Guin­ness Storehouse been­det. Mit dem Soft­drink in der Hand hatte man in der Gra­vity Bar einen fan­tas­ti­schen Rund­um­blick auf Dub­lin.KGN505Das Vor­mit­tags­pro­gramm gestal­tete sich durch Besu­che in ver­schie­de­nen Museen. Gemein­sam besuchte der Kurs die Natio­nal Gal­lery, in der das kon­tras­tive Lebens­ge­fühl Dub­lins durch die span­nende Mischung von his­to­ri­scher und zeit­ge­nös­si­scher Kunst auf­ge­grif­fen wird. Je nach Inter­esse teilte sich der Kurs dann auf zwei Museen auf: die eher an der zoo­lo­gi­schen Ver­gan­gen­heit Irlands inter­es­siert waren, waren mit einem Besuch im „Dead Zoo“ gut bera­ten. Zwei­drit­tel der Schüler/innen hat­ten sich jedoch nach einem Tages­aus­flug in das Städt­chen Kil­kenny und in die Wick­low Moun­tains, wo es einen Glet­scher­see und eine Klos­ter­ruine aus dem 6. Jahr­hun­dert zu bewun­dern gab, für einen Besuch im Archäo­lo­gi­schen Museum ent­schie­den. Wahr­schein­lich nicht zuletzt wegen der von dem Rei­se­füh­rer so häu­fig ange­spro­che­nen Moorleichen.

Ein Höhe­punkt der Kurs­fahrt war das Ein­tau­chen in die iri­sche Sport­kul­tur durch die ca. vier­stün­dige Teil­nahme an den „Gae­lic Games“. Die rauen kel­ti­schen Wur­zeln des Gae­lic Hand­ball und des Gae­lic Foot­ball wur­den beson­ders deut­lich im Natio­nal­sport Hur­ling, der beide Sport­ar­ten um einem robus­ten Holz­schlä­ger erwei­tert. Die Regeln sind rela­tiv ein­fach: wer Wert dar­auf legt, seine Fin­ger zu behal­ten, sollte nicht ver­su­chen, den Ball mit den Hän­den auf­zu­he­ben oder zu fangen.KGN510

Nach so viel Pro­gramm wurde es am Sams­tag mit einem Shop­ping­tag und Sou­ve­nir­kauf ruhi­ger. Doch schon der nächste Tag mit einem Aus­flug nach Bray erfor­derte fes­tes Schuh­werk und was­ser­feste Wan­der­klei­dung. In Bray ver­an­stal­te­ten die hei­mi­schen Sport­ver­eine einen Ruder­wett­be­werb und die Q 1.2b bestieg den „Bray Head“, um von hoch oben einen wun­der­schö­nen Blick auf die iri­sche Küste und das iri­sche Hügel­land zu haben. Nach­dem ein Gewit­ter über­ra­schend ein­setzte, waren alle froh, die nasse Klei­dung gegen tro­ckene zu wech­seln. Der letzte Abend lud alle dazu ein, das Herz der iri­schen Kul­tur ken­nen­zu­ler­nen. Nach einem gemein­sa­men Abend­es­sen in einem loka­len Pub wur­den alle in einem ein­stün­di­gen Tanz­kurs in die Kunst des iri­schen Tan­zes ein­ge­führt. Für jeden, der es ver­su­chen will, auch hier ist die Regel ein­fach: put your leg, put your leg up and turn around. Auf­ge­hei­tert durch die iri­sche Musik konnte am letz­ten Abend nie­mand mehr schla­fen. Da jedoch der Bus zum Flug­ha­fen bereits für 4 Uhr bestellt war, konnte man ver­su­chen, den not­wen­di­gen Schlaf im Bus und Flie­ger nach­zu­ho­len. Auf die Frage der begrü­ßen­den Eltern, wie es einem denn ginge, konnte es nur eine Ant­wort: „Heute ist schlecht – Irland ist besser“.