IT-Modell-Schule

Das Gymnasium Neustadt als IT-Modell-Schule

Fast alle Berei­che der heu­ti­gen Welt wer­den immer mehr durch einen immer viel­fäl­ti­ge­ren Ein­satz von Infor­ma­ti­ons­tech­nik geprägt, die sich rasant wei­ter­ent­wi­ckelt und unser Leben – ob es uns gefällt oder nicht – zuneh­mend bestimmt. Das gilt für das täg­li­che Leben und die Berufs­welt ebenso wie für das Ler­nen in allen Alters­stu­fen, auch an den Hoch­schu­len, auf deren Besuch das Gym­na­sium vor­be­rei­tet. Die digi­tale Um– und Über­for­mung unse­res Lebens birgt zahl­rei­che Chan­cen und neue Risi­ken, mit denen sich jede Schule aus­ein­an­der­set­zen muss, wenn sie ihre Schü­ler auf die Welt, in der sie leben, erfolg­reich vor­be­rei­ten will. Schü­ler von heute müs­sen die Fähig­keit erwer­ben, die groß­ar­ti­gen Mög­lich­kei­ten, die der Ein­satz moder­ner Infor­ma­ti­ons­tech­nik bie­tet, effek­tiv für ihre eige­nen Ziele zu nut­zen. Sie müs­sen aber ebenso für das damit ver­bun­dene hohe Gefah­ren­po­ten­tial sen­si­bi­li­siert wer­den (Medienpädagogik).

Das Gym­na­sium Neu­stadt möchte zu einer ebenso ver­ant­wort­li­chen wie effek­ti­ven Nut­zung moder­ner Infor­ma­ti­ons­tech­nik beson­ders bei­tra­gen. Es ver­steht sich als Modell­schule für den Umgang mit die­ser Tech­nik im Unter­richt und zuhause.

Dies geschieht bereits seit eini­gen Jahren

  • durch die Ver­wen­dung einer vir­tu­el­len Lern­platt­form in allen Klassenstufen,
  • durch den Unter­richt an digi­ta­len Tafeln (inter­ak­ti­ven Whi­te­boards) in vie­len Fach­räu­men und
  • durch den Ein­satz von Rech­nern (Lap­tops, Net­books, Tablets, PCs) und Pro­jek­to­ren im Unter­richt und in Prüfungen.

Die Schü­ler wer­den nach und nach immer wei­ter in den Umgang mit moder­ner Infor­ma­ti­ons­tech­nik eingeführt:

  • In der Ori­en­tie­rungs­stufe erhal­ten sie im Fach Ange­wandte Infor­ma­tik eine erste sys­te­ma­ti­sche Aus­bil­dung im Umgang mit einer fens­ter­ba­sier­ten Benut­zer­ober­flä­che, mit Such­ma­schi­nen im Inter­net, mit gän­gi­gen Pro­gram­men zum Schrei­ben und Gestal­ten von Tex­ten, zur Tabel­len­kal­ku­la­tion und zur Foli­en­prä­sen­ta­tion und eine Ein­füh­rung in die Benut­zung von vir­tu­el­len Klas­sen­zim­mern auf einer Lern­platt­form. In Unter­richts­räu­men, die mit digi­ta­len Tafeln (inter­ak­ti­ven Whi­te­boards) aus­ge­stat­tet sind, erler­nen die Schü­ler den Umgang damit. Zugleich erfolgt eine erste Sen­si­bi­li­sie­rung für die Gefah­ren, die die unsach­ge­mäße und über­mä­ßige Benut­zung von Com­pu­tern und Online­diens­ten für Kör­per und Geist mit sich brin­gen kann (Hal­tungs­schä­den, Über­ge­wicht, Lern­pro­bleme, Abofal­len, Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen, Risi­ken bei der Nut­zung sozia­ler Netz­werke, Spiel­sucht usw.).
  • In der Mit­tel­stufe wird das Fach Infor­ma­tik als Alter­na­tive zu einer drit­ten Fremd­spra­che ange­bo­ten. Die in der Ori­en­tie­rungs­stufe erwor­be­nen Kennt­nisse wer­den im Unter­richt der ver­schie­de­nen Fächer genutzt und erwei­tert. Zugleich erfolgt eine inten­sive Aus­ein­an­der­set­zung mit den Pro­ble­men des Inter­nets (Soziale Netz­werke, Cyber­mob­bing, Tausch­bör­sen, Urhe­ber­recht, Daten­schutz). Klas­sen­ar­bei­ten und Tests kön­nen in der Sekun­dar­stufe I nach Maß­gabe des Fach­leh­rers auch auf Rech­nern geschrie­ben werden.
  • In der Ober­stufe erfolgt der Unter­richt, wo es mög­lich und päd­ago­gisch sinn­voll ist, unter Ein­satz von Lap­tops, Lern­soft­ware und einer Lern­platt­form. Diese auf ein­an­der abge­stimmte Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie steht für viele Auf­ga­ben zur Ver­fü­gung: als krea­ti­ves Lern– und Arbeits­mit­tel, als Prä­sen­ta­ti­ons­mit­tel, als elek­tro­ni­sches Schul­heft und Archiv von Unter­richts­er­geb­nis­sen, als Kom­mu­ni­ka­ti­ons– und Infor­ma­ti­ons­mit­tel, als Wis­sens­platt­form, als indi­vi­du­el­les Lern­werk­zeug, als Medium des kon­kre­ten Fach­un­ter­richts (Infor­ma­tik). Die Lap­tops wer­den als Unter­richts­mit­tel nach dem päd­ago­gi­schen und didak­ti­schen Ermes­sen des Fach­leh­rers ein­ge­setzt, als Arbeits­mit­tel eigen­ver­ant­wort­lich von den Schü­lern. Sie ergän­zen die Arbeit mit den in den Fach­kon­fe­ren­zen beschlos­se­nen und ein­ge­führ­ten Lehr­bü­chern. In der Sekun­dar­stufe II dür­fen die Schü­ler Klau­su­ren und die schrift­li­chen Abitur­prü­fungs­ar­bei­ten in der Regel auf Rech­nern anfer­ti­gen, müs­sen es jedoch nicht.

Ange­sichts der raschen Wei­ter­ent­wick­lung der Infor­ma­ti­ons­tech­nik steht die Schule infor­ma­ti­ons­tech­ni­schen Neue­run­gen, die auf ihre Ver­wend­bar­keit im Unter­richt geprüft wer­den kön­nen, grund­sätz­lich offen gegenüber. 

(Beschluss der Schul­kon­fe­renz vom 30. Mai 2013 als Teil des Schulprogramms)