Schul­in­ter­nes Curriculum

Gemäß den bil­dungs­po­li­ti­schen Vor­ga­ben des Lan­des die Eigen­ver­ant­wor­tung von Schu­len zu stär­ken und ihre Hand­lungs­spiel­räume zu erwei­tern (vgl. Bil­dung­spor­tal) haben Schu­len die Mög­lich­keit, den Unter­richt im Rah­men der Lehr­pläne, der Bil­dungs­stan­dards, der Kon­tin­gent­stun­den­ta­feln und des Klas­sen­ar­beits­er­las­ses schul­spe­zi­fisch zu gestalten.

Diese schul­in­ter­nen Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten von Unter­richt wer­den von jeder Schule erar­bei­tet und in einem schul­in­ter­nen Cur­ri­cu­lum ver­bind­lich fest­ge­legt. Es ent­hält ein fächer­über­grei­fen­des Metho­den­cur­ri­cu­lum und die Fach­cur­ri­cula der ein­zel­nen Fächer.

Ein schul­in­ter­nes Cur­ri­cu­lum beant­wor­tet die Frage: Was wird wann und in wel­cher Weise unter­rich­tet? Es ist ein Instru­ment der Ver­stän­di­gung der Lehr­kräfte unter­ein­an­der und schafft einen gemein­sam getra­ge­nen Stan­dard für die Gestal­tung des Unter­richts. Außer­dem stellt das schul­in­terne Cur­ri­cu­lum auch die Anschlüsse im Bil­dungs­gang eines Faches, eines Lern­be­reichs oder eines Auf­ga­ben­ge­biets sicher, denn es gibt Aus­kunft über die Kom­pe­ten­zen und The­men, die in einem Jahr­gang unter­rich­tet wor­den sind. Damit dient das schul­in­terne Cur­ri­cu­lum auch der Infor­ma­tion von Schü­le­rin­nen und Schü­lern sowie ihren Eltern; über­dies kön­nen damit neue Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen in die Arbeit ein­ge­führt und unter­stützt wer­den. Im Mit­tel­punkt des schul­in­ter­nen Cur­ri­cu­l­ums steht die ange­strebte Ent­wick­lung der Kom­pe­ten­zen von Schü­le­rin­nen und Schü­lern. Was sol­len sie ler­nen, was sol­len sie kön­nen, wel­che Anfor­de­run­gen sol­len alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler am Ende eines Schul­jah­res oder eines Unter­richts­vor­ha­bens erfolg­reich bewäl­ti­gen, wel­che zusätz­li­chen Lern­ge­le­gen­hei­ten sol­len orga­ni­siert wer­den? Aus­ge­hend von sol­chen Fra­gen beschreibt das schul­in­terne Cur­ri­cu­lum, mit wel­chen Inhal­ten und mit wel­chen Metho­den der Lern­pro­zess von den Lehr­kräf­ten orga­ni­siert wer­den soll. Ein schul­in­ter­nes Cur­ri­cu­lum ist also kein blo­ßer Stoff­ver­tei­lungs­plan. [Lan­des­in­sti­tut für Leh­rer­bil­dung und Schul­ent­wick­lung (Li): Hand­rei­chung. Auf dem Weg zum schul­in­ter­nen Cur­ri­cu­lum. Ein Leit­fa­den. Ham­burg 2011. S.7 ff. ]

Die Arbeit am schul­in­ter­nen Cur­ri­cu­lum ist ein Pro­zess der Wei­ter­ent­wick­lung von Unter­richt. Das schul­in­terne Cur­ri­cu­lum ist daher trotz aller Ver­bind­lich­keit ein Instru­ment, das sich fort­lau­fend ändern kann (und sollte).