Q2 in Weimar

Höhen und Tie­fen deut­scher Geschichte haben 18 Schüler*innen des Abitur­jahr­gangs in der letz­ten Woche erfah­ren. Auf einer Exkur­sion nach Wei­mar waren sie zunächst auf den Spu­ren Goe­thes und Schil­lers unter­wegs. In deren zu Museen umge­bau­ten Wohn­häu­sern gab es viel zu sehen: Die Arbeits­zim­mer der bei­den gro­ßen Dich­ter ebenso wie All­tags­ge­gen­stände und eine Viel­zahl von Kunst­ob­jek­ten, mit denen vor allem Goe­the sich umgab.

Beson­ders beein­dru­ckend war der Besuch in der inzwi­schen weit­ge­hend wie­der auf­ge­bau­ten Anna-Amalia-Bibliothek. Der berühmte Roko­ko­saal schlug die Schüler*innen mit sei­nen alten Büchern in den Bann, bevor der Tag mit einem Besuch im Deut­schen Natio­nal­thea­ter abge­run­det wurde. On the edge hieß die Per­for­mance, die alle begeis­terte und im Anschluss Stoff für fast zwei Stun­den Dis­kus­sion gab.

 Am zwei­ten Tag dann stand ein Besuch des direkt um die Ecke befind­li­chen ehe­ma­li­gen Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Buchen­wald an. Mit dem Besuch der Gedenk­stätte ging es hinab in die tiefs­ten Tie­fen deut­scher Geschichte. Unfass­ba­res Leid, all­um­fas­sende Nicht-Achtung von Leben und Würde — davon erzählt jeder Mil­li­me­ter die­ses kal­ten, um seine Seele gebrach­ten Ortes. Wie kön­nen wir dafür sor­gen, dass das Erin­nern uns und auch zukünf­tige Gene­ra­tio­nen angeht, das war die Frage der Dis­kus­sion im Anschluss.

Und so pas­sen beide Teile der Fahrt sehr gut zusam­men: Klas­si­scher Huma­nis­mus auf der einen Seite und das voll­kom­mene Ver­sa­gen der Mensch­lich­keit auf der ande­ren — die eine Hoch­kul­tur schützt nicht vor dem Fall ins Unmensch­li­che. Die Waage zu hal­ten, die Welt gut zu gestal­ten, dass alle in ihr Leben kön­nen, das ist eine von jedem ein­zu­neh­mende, aktive Haltung.

Diese Erkennt­nis zu erle­ben, das geht beson­ders gut in Wei­mar. Dank an alle für diese tolle Fahrt!